Second hand ist in vielen Bereichen längst angekommen. Im Holzhandwerk jedoch sind wir duch große Möbelhäuser und dem steten Drang nach Neuem zu einer kurzweilgen Sperrmüll-Gesellschaft geworden.

 

Unbewusst habe ich mich damals beim Bau meines Gesellenstücks dafür entschieden den Großteil des Holzes aus einer alten Eichenholz-Türzarge zu verwenden. So musste ich kaum neues Material kaufen und in meinem Gesellenstück waren Teile verbaut, die möglicherweise bereits einige Jahrzehnte die Umrahmung einer schönen Türe bildeten. Auch in meinem Designstudium, in dem es großteils darum geht neues zu erschaffen, habe ich zum Ende hin den Bogen zur Erhaltung spannen können und baute mein Meisterstück aus einem alten Tisch aus Birnbaumholz. So wurde aus einem alten Tisch ein Sessel.

 

Heute versuche ich diesen Gedanken in meiner Firma weiter zu tragen. In den letzten Jahren habe ich mich im Bereich der Bautischlerei mit Instandhaltung beschäftigt und bin in der Lage, alte Türen und Fenster wieder funktionstüchtig zu machen. Gerade alte Zimmertüren müssen in der Regel keine großen Schall- oder Wärmedämmeigenschaften haben, sodass sie sich prima dazu eignen, instandgesetzt zu werden.

Die Möbelrestauration ist ein großes Feld, in das ich mich noch einarbeite.

 

Durch mein Studium habe ich aber auch oft den Drang nach etwas neuem. So entstehen Objekte und Produkte aus Materialresten und nicht mehr verwendeten Möbelteilen wie z.b. beim Hocker TT-Bob oder beim Spender.

 

Kauft nicht immer neu und billig, sucht nach alten Möbeln auf dem Flohmarkt oder im Antiquariat. Kaputte, alte Möbel kann ich euch reparieren oder wir schaffen etwas Neues aus dem Alten.